|
||
|---|---|---|
29.08.2009 |
||
Auch Österreichs letzter Teilnehmer bei der Judo-WM in Rotterdam schied wie schon zuvor vier seiner Teamkollegen vorzeitig aus. Für Max Schirnhofer (Judo Union Flachgau/ bis 90kg) endet das WM- Debüt mit einer Niederlage in Runde eins. |
![]() |
|
|
||
Gegen Ghanam Al-Dikan aus Kuwait verlor der HSZ- Soldat nach 1:38 Minuten mit Ippon. Max war in einer Mattenrandsituation etwas zu unkonzentriert. Dies nutzte der Kuwaiti mit einem O-Uchi-Gari knallhart aus. „Am Anfang ist er mir nicht so stark vorgekommen“, meint der sehr enttäuschte Mondseer, „von der Auslosung her hatte ich mir mehr erwartet – ich habe leider durch eine Unachtsamkeit am Mattenrand verloren.“ Wenn auch bei dieser WM bereits in Runde 1 Endstation für den jungen Flachgauer war, attestieren ihm die Trainer doch großes Potential. „Bei den ersten Weltmeisterschaften müssen die jungen Sportler oft noch Lehrgeld bezahlen. Hier spielen viele Faktoren mit, die vielen Eindrücke lenken die noch weniger routinierten Kämpfer noch gerne ab. Aber irgendwann müssen sie diese Erfahrung machen und ins kalte Wasser springen“, so Landestrainer Taro Netzer nach dem Kampf. |
![]() Foto: Chr. Fidler |
|
Damit beendete das ÖJV-Team die Titelkämpfe bei fünf Athleten mit einem Sieg (von Sabrina Filzmoser) und fünf Niederlagen. Erstmals seit der WM 2003 in Osaka gab es bei einem Judo-Großereignis (Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften) keine Medaille für Österreich. „Wir sind zwar alle sehr enttäuscht, aber es besteht kein Grund zur Panik“, bilanziert der für den Leistungssport verantwortliche ÖJV-Vizepräsident Manfred Hausberger. „Bei dieser WM ist alles gegen uns gelaufen. Natürlich auch die neue Wettkampfordnung mit dem K.o.-System – früher wären sowohl Ludwig Paischer als auch Sabrina Filzmoser in die Hoffnungsrunde gekommen. Aber es ist müßig, darüber zu reden.“ |
||
Die Ergebnisse -70kg -78kg |
||
Laut Hausberger sei nichts falsch gemacht worden: „Wir haben für die Vorbereitung sehr viel investiert und auch finanziell keine Mühen gescheut. Etwa mit dem Höhentraining in St. Moritz, den Trainingslagern in Japan und Brasilien und einem Spezialtraining in Spanien, wo immer auch ein Physiotherapeut dabei war.“ Hausberger stellt weder das System noch die Trainer in Frage. „Ich bin sicher, dass das nur ein Ausrutscher war und wir bald wieder Erfolge einfahren werden.“
|
-81kg -90kg
|
|
Jetzt gelte es, für die Heim-EM im April 2010 im Wiener Dusika-Hallenstadion „eine möglichst starke Mannschaft rund um unsere beiden Asse Ludwig Paischer und Sabrina Filzmoser zu formen.“ Danach sollen junge Judoka gezielt auf die Olympia-Qualifikation für London 2012 aufgebaut werden. ÖJV Präsident Hans-Paul Kutschera hingegen sieht Handlungsbedarf: Der ÖJV-Präsident räumt zwar ein, "dass einer wie Ludwig Paischer, der schon so viel gewonnen hat, auch einmal einen schlechten Tag haben kann, es besteht aber dringender
Handlungsbedarf!"
|
||
das WM Team -57kg Sabrina Filzmoser ...mehr |
||
Tel: +43/662/62 86 84 • Fax: +43/662/ 62 45 30 • office@judo-salzburg.at


