B-Weltcup in Vantaa / FIN
Platz 5 - Hedwig Lechenauer
verpasst
knapp die Medaille

09.11.2009

Nur hauchdünn schrammte Hedwig Lechenauer (ASV ÖGJ / HLSZ) gestern beim
B-Weltcupturnier in Vantaa / FIN an einer Medaille vorbei.

Direkt vom Trainingslager in Boras /SWE reiste sie gemeinsam mit Christoph Kronberger (Judo Union Flachgau) zum Abschluss der Skandinavientour zum Wettkampf nach Finnland weiter.


Foto: Chr. Fidler

 

Nach einem Auftaktfreilos lieferte sich die Pucherin in der Klasse -70kg einen harten Kampf gegen die Russin Margarita Lugova. Mit viel Athletik und großem Willen entschied Lechenauer das Duell mit 3:2 Bestrafungen für sich und traf im Halbfinale auf die spätere Siegerin Jennyfer Arcq (BEL).

Auch diesen Kampf konnte Lechenauer lange offen gestalten, musste sich in letzter Konsequenz aber mit Yuko geschlagen geben.

Im Kampf um Bronze stand Lechenauer Lucie Perrot (FRA) gegenüber. Nach Wazzari-Führung schaffte die Französin noch den Ausgleich und erzwang damit eine Golden Score Überzeit, wo sie sich schließlich mit Yuko durchsetzte.

Mit Platz 5 setzte Hedwig Lechenauer einen weiteren wichtigen Schritt auf ihrem Weg zurück, nachdem sie im Frühjahr wegen einer Erkrankung wochenlang pausieren musste und nun nach einer langen Aufbauphase langsam wieder in das internationale Wettkampfgeschehen einsteigt.

 

Nicht ganz nach Wunsch verlief der Wettkampf für Christoph Kronberger in der Klasse -90kg.
Nachdem er in der ersten Runde den Amerikaner Jacob Larsen mit Yuko besiegt hatte, kam er gegen den Finnen Mikko Sykkö nicht so richtig in den Kampf und musste sich mit Wazzari geschlagen geben. Da der Finne im Anschluss gegen den Deutschen Christophe Lambert verlor, blieb Kronberger der Weg über die Hoffnungsrunde verwehrt.

 

"Es wäre bei beiden mehr drin gewesen", so Nationaltrainer Udo Quellmalz, der die beiden LV-Sportler in Finnland betreute.
"Den Anschluss im internationalen Feld der Allgmeinen Klasse zu finden ist sicher das Schwierigste im Aufbau von jungen Sportler", so Landestrainer Taro Netzer. "Es ist natürlich schade, wenn mehr drin gewesen wäre, die Leistung aber noch nicht ganz abgerufen werden konnte. Auf der anderen Seite ist es genau dieses noch offene Potential, das uns sehr positiv in die Zukunft blicken lässt."