Der Salzburger Judosport darf sich über ein starkes internationales Ausrufezeichen freuen: Thomas Scharfetter vom JC Sanjindo Bischofshofen zeigte bei den Europameisterschaften in Tiflis (GEO) am dritten Wettkampftag (18. Mai) eine herausragende Leistung und sorgte für das bislang beste österreichische Ergebnis bei diesem Großereignis.
Nach verletzungsbedingten Absagen von Elena Dengg und Maria Höllwart war Scharfetter der einzige Starter aus Salzburg – und er erfüllte diese Rolle eindrucksvoll.
Auf seinem Weg ins Finale um Bronze besiegte der 25-jährige Pongauer mit Noah Christiaens (BEL), Roy Sivan (ISR) und Yahor Varapayeu (BLR) gleich drei starke Gegner. Erst im Viertelfinale musste er sich dem späteren Finalisten und Ex-Europameister Nemanja Majdov (SRB) geschlagen geben.
Im Kampf um Bronze traf Scharfetter auf den Rumänen Alex Cret. Dieser nutzte eine Unachtsamkeit des Salzburgers konsequent aus und entschied den Kampf bereits nach 33 Sekunden mit Ippon für sich. „Ich habe leider das Finale verschlafen, bin stehen geblieben und er hat das beinhart ausgenützt. Schade, dass ich die taktische Linie der anderen Kämpfe am Ende nicht durchziehen konnte“, analysierte Scharfetter selbstkritisch.
Trotz der knappen Niederlage überwiegt die positive Bilanz deutlich: Rang fünf bei einer Europameisterschaft stellt den bisher größten Erfolg in Scharfetters Karriere dar. Auch Judo Austria zeigte sich hochzufrieden. Cheftrainerin Yvonne Snir-Bönisch lobte: „Nach einer längeren Durstrecke und einigen Verletzungen ist Thomas endlich wieder der Alte. Auch wenn es mit der Medaille nicht geklappt hat, darf er sehr stolz auf sich sein.“
Für den Landesverband Salzburg ist dieses Ergebnis ein starkes Signal: Trotz schwieriger Ausgangslage mit mehreren Ausfällen konnte Thomas Scharfetter auf höchstem Niveau überzeugen und den Salzburger Judosport eindrucksvoll vertreten.
Der Auftritt in Tiflis zeigt klar: Mit dieser Leistung gehört Scharfetter wieder zur europäischen Spitze – und zukünftige Medaillen sind nur eine Frage der Zeit.

