Bei den European Open am 27. und 28. Juni in Prag setzte Salzburgs Top-Athletin Maria Höllwart vom JC Sanjindo Bischofshofen ein eindrucksvolles Ausrufezeichen. Die Pongauerin feierte nach mehr als einem Jahr Verletzungspause und einer schweren Knieverletzung samt Kreuzbandoperation ein Traum-Comeback und sicherte sich auf Anhieb die Goldmedaille in der Klasse über 78 Kilogramm.
Insgesamt standen in Prag 412 Judoka aus 38 Nationen auf der Matte. Maria Höllwart, die durch ihre lange Verletzungspause im IJF-Weltranking auf Rang 74 zurückgefallen war, zeigte von Beginn an ihre ganze Klasse. Bereits in der Vorrunde gelangen ihr starke Siege gegen die Portugiesin Rochele Nunes sowie gegen die topgesetzte Niederländerin Paulien Sweers. Mit jedem Kampf gewann die Salzburgerin weiter an Sicherheit und Selbstvertrauen.
Im Finale traf Höllwart auf die Französin Dounia Nacer. Nach einer konzentrierten und souveränen Leistung gelang ihr der Sieg. Für die 26-Jährige ist es nach ihrem Triumph bei den European Open in Madrid 2023 der zweite internationale Titel auf dieser Ebene.
Der Erfolg in Prag ist umso bemerkenswerter, da nach einer so langen Verletzungspause kaum jemand mit einem Sieg gerechnet hatte. Umso größer war die Freude über dieses außergewöhnliche Comeback, das eindrucksvoll zeigt, welche mentale Stärke, Geduld und Konsequenz Maria Höllwart in den vergangenen Monaten bewiesen hat.
Für die weiteren Salzburger Starterinnen und Starter verlief das Turnier trotz engagierter Leistungen weniger erfolgreich. Franziska Kaiser (JU Flachgau, -52 kg), Larissa Sickinger (Judo Gym, -57 kg), Tim Schwarzl (PSV Salzburg, -90 kg) sowie Lennert Villmos (JC Sanjindo Bischofshofen, -90 kg) konnten sich in ihren stark besetzten Gewichtsklassen diesmal nicht platzieren.
Betreut wurde das Salzburger Team in Prag von Paul Devos.
Der Salzburger Judoverband gratuliert Maria Höllwart herzlich zu diesem sensationellen Comeback und wünscht für die kommenden internationalen Aufgaben weiterhin viel Erfolg.

