Am 1. Juli stand bei den U18-Europameisterschaften auf Gran Canaria (ESP) der dritte Wettkampftag auf dem Programm – und dieser brachte aus Salzburger Sicht einen großen Erfolg. Michaela Höllwart vom JC Sanjindo Bischofshofen gewann in der Gewichtsklasse über 70 Kilogramm die Bronzemedaille und sorgte damit für einen historischen Moment im Salzburger Nachwuchsjudo.
Für die 17-jährige Pongauerin war es bereits die dritte Teilnahme an einer Jugend-Europameisterschaft. Nach zwei Anläufen ohne Medaille gelang nun der Sprung auf das Podest. Höllwart zeigte über den gesamten Wettkampftag starke Leistungen und musste sich lediglich der Ukrainerin Yana Dovhun geschlagen geben. Im Kampf um Bronze traf sie auf die Spanierin Ballalo Coulivaly Toure. Nach einem hart umkämpften Duell fiel die Entscheidung erst im Golden Score, wo Michaela mit einer Yuko-Wertung den Sieg fixierte und sich verdient die Bronzemedaille sicherte. Besonders schön: Schwester Maria Höllwart, zuletzt Siegerin beim European Open in Prag, war direkt nach Gran Canaria gereist, um Michaela vor Ort die Daumen zu drücken.
Ebenfalls stark präsentierte sich Felix Scheiber vom PSV Salzburg-Judo/SSM in der Klasse bis 90 Kilogramm. Der Salzburger kämpfte sich mit überzeugenden Auftritten bis in den Bronzekampf vor und bestätigte damit seine hervorragende Form auf internationaler Ebene. Im Duell um Edelmetall musste er sich jedoch dem Georgier Nika Niguriani mit Ippon geschlagen geben. Am Ende blieb dennoch ein ausgezeichneter fünfter Platz bei den Europameisterschaften.
Mit Bronze für Michaela Höllwart und Rang fünf für Felix Scheiber dürfen sich die Salzburger Judoka über ein herausragendes Ergebnis bei den U18-Europameisterschaften freuen. Beide Athlet:innen haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie zur europäischen Spitze ihrer Altersklasse gehören und zählen zu den großen Zukunftshoffnungen des österreichischen Judosports.

