Vom 4. bis 11. Oktober 2026 stand Baku in Aserbaidschan ganz im Zeichen der Judo-Weltmeisterschaften. Mit Elena Dengg, Thomas Scharfetter und Maria Höllwart stellte der JC Sanjindo Bischofshofen drei Athletinnen und Athleten für das österreichische Aufgebot. Damit kam beinahe die Hälfte des österreichischen WM-Teams aus Salzburg.
Für Elena Dengg war die Weltmeisterschaft in Baku eine Premiere in der Allgemeinen Klasse. Die ehemalige Junioren-Weltmeisterin trat erstmals bei einer Weltmeisterschaft der Allgemeinen Klasse in ihrer neuen Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm an. In ihrem Auftaktkampf traf sie auf die Zypriotin Zanet Michaelidou, die auf Rang 33 der Weltrangliste lag. Dengg kontrollierte den Kampf und setzte sich nach knapp zwei Minuten mit einem sehenswerten Ippon durch. In der zweiten Runde wartete mit Brenda Olaya aus Kolumbien die Nummer neun der Welt und spätere Siebte der Weltmeisterschaft. Gegen die starke Kolumbianerin konnte Dengg nicht an ihre Leistung aus dem Auftaktkampf anknüpfen und musste sich nach drei Shidos geschlagen geben.
Thomas Scharfetter startete in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm zunächst mit einem Freilos in den Bewerb. In der Runde der besten 32 traf der Salzburger auf den Ungarn Gergely Nerpel und setzte sich gegen ihn durch. Damit stand Scharfetter im Achtelfinale und bekam es dort mit Goki Tajima aus Japan zu tun. Gegen den späteren und damit erneut amtierenden Vizeweltmeister entwickelte sich ein ausgeglichener Kampf, den der Japaner denkbar knapp mit einer Yuko-Wertung für sich entscheiden konnte. Für Scharfetter bedeutete dies das Aus im Achtelfinale, gleichzeitig aber einen starken Auftritt auf der WM-Bühne.
In der Klasse über 78 Kilogramm bekam es Maria Höllwart bereits in der ersten Runde mit einer absoluten Spitzenathletin zu tun. Die Salzburgerin traf auf die Kroatin Helena Vukovic, Nummer sieben der Weltrangliste und spätere Fünftplatzierte der Weltmeisterschaft. Vukovic bestimmte die Begegnung von Beginn an und ließ Höllwart nur wenig Möglichkeiten, in den Kampf zu finden. Eine Yuko-Wertung reichte der Kroatin schließlich zum Sieg über die volle Kampfzeit.
Zum Abschluss der Weltmeisterschaften stand noch der Mixed-Team-Bewerb auf dem Programm. Österreich traf dabei in der ersten Runde auf Gastgeber Aserbaidschan. Die österreichische Mannschaft musste sich den Hausherren mit 0:4 geschlagen geben. Mit Maria Höllwart kam dabei auch eine Salzburgerin im Team-Bewerb zum Einsatz.
Mit drei Athletinnen und Athleten aus dem JC Sanjindo Bischofshofen war Salzburg damit bei der Weltmeisterschaft in Baku besonders stark im österreichischen Aufgebot vertreten. Für Elena Dengg war es der erste Auftritt bei einer WM der Allgemeinen Klasse in einer neuen Gewichtsklasse, Thomas Scharfetter erreichte das Achtelfinale und Maria Höllwart sammelte wertvolle Erfahrung gegen eine Athletin aus den Top sieben der Welt. Die drei WM-Einsätze unterstreichen einmal mehr die internationale Entwicklung und die starke Nachwuchs- und Leistungssportarbeit im Salzburger Judo.

