WKG PSV Flachgau verpasst Final Four nur knapp

Am 11. Oktober stand in Leibnitz die Herbstrunde der Damen-Bundesliga auf dem Programm. Die WKG PSV Flachgau ging dabei von Tabellenplatz fünf aus und wusste bereits im Vorfeld, dass es schwierig werden würde, den Erfolg und die Medaille aus dem vergangenen Jahr zu wiederholen. Zusätzlich musste das Team einige Lücken aufgrund von Verletzungen und Gewichtsklassenwechseln schließen. Verstärkung holte man sich dafür vom Judoteam Shiai-Do: Felicia Hagen rückte in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm ins Team, Catharina Ras übernahm die Klasse über 70 Kilogramm.

Zum Auftakt traf die WKG PSV Flachgau auf die Vienna Samurai. Dabei setzte es eine 2:4-Niederlage. Für die beiden Salzburger Siege sorgten Marlene Schinwald und Helena Rottenhofer, die jeweils im Teambewerb eine Gewichtsklasse über ihrer eigentlichen Klasse antraten. Schinwald kämpfte in der Klasse bis 63 Kilogramm, Rottenhofer bis 70 Kilogramm.

Auch in der zweiten Begegnung gegen das UJZ Mühlviertel musste sich das Salzburger Team mit 2:4 geschlagen geben. Damit war der Weg zum Final Four bereits deutlich schwieriger geworden, doch die Mannschaft zeigte weiterhin Kampfgeist.

In der dritten Begegnung des Tages gelang schließlich ein souveräner 5:1-Erfolg gegen das Team Steiermark. Neben den beiden Punktgarantinnen Marlene Schinwald und Helena Rottenhofer konnten auch die neu ins Team gekommenen Felicia Hagen bis 48 Kilogramm sowie Elena Schwarzl bis 52 Kilogramm und Franziska Kaiser bis 57 Kilogramm ihre Kämpfe gewinnen.

Gegen den amtierenden Meister und Gastgeber SU Raiffeisenbank Judo Leibnitz folgte anschließend erneut eine 2:4-Niederlage. Die beiden Ehrenpunkte für die WKG PSV Flachgau holten Marlene Schinwald bis 63 Kilogramm und Felicia Hagen bis 48 Kilogramm.

In der letzten Begegnung des Tages kam es schließlich zum direkten Duell um den Final-Four-Platz gegen die ASKÖ Reichraming. Die Salzburgerinnen behielten dabei mit einem 4:2-Erfolg die Oberhand. Felicia Hagen, Franziska Kaiser, Marlene Schinwald und Helena Rottenhofer sorgten mit ihren Siegen für den wichtigen Abschluss der Herbstrunde.

Für die Qualifikation zum Final Four sollte dieser Erfolg allerdings nicht mehr reichen. In der Endabrechnung fehlte der WKG lediglich ein Punkt auf ASKÖ Reichraming. Reichraming beendet die Runde mit elf Punkten auf Rang vier, während der PSV Flachgau mit zehn Punkten auf Platz fünf folgt. Damit wurde das Final Four nur denkbar knapp verpasst.

Ganz ohne Salzburger Beteiligung wird das Damen-Final-Four dennoch nicht stattfinden. Die beiden Salzburgerinnen Larissa Sickinger und Michaela Höllwart stehen mit dem SU Raiffeisenbank Judo Leibnitz als Tabellenführerinnen souverän in der Finalrunde. Für die beiden Salzburgerinnen geht es damit im Finale um den Meistertitel. Die WKG PSV Flachgau kann trotz des knapp verpassten Final-Four-Platzes auf einen engagierten Abschluss der Saison zurückblicken. Nach dem fünften Platz bleibt vor allem die Erkenntnis, dass der Abstand zur Finalrunde nur einen einzigen Tabellenpunkt betrug – eine Ausgangslage, auf der in der kommenden Saison aufgebaut werden kann.