Bei den Sarajevo European Open 2026 in Bosnien und Herzegowina (18.–19. Juli) gingen insgesamt 295 Judoka aus 35 Nationen an den Start. Mit Maria Höllwart, Michael Niederdorfer und Vilmos Lennert (alle JC Sanjindo Bischofshofen), Franziska Kaiser (JU Flachgau) sowie Larissa Sickinger (Judo Gym) waren auch fünf Salzburger Athletinnen und Athleten vertreten. Betreut wurde das Team vor Ort von Paul Devos.
Das beste Ergebnis aus Salzburger Sicht erzielte Maria Höllwart mit Rang fünf. Nach ihrem Turniersieg bei den European Open in Prag musste sie sich diesmal in einem stark besetzten Teilnehmerfeld behaupten und verpasste trotz guter Leistungen knapp einen weiteren Podestplatz.
Larissa Sickinger zeigte einen engagierten Auftaktkampf und war lange auf Augenhöhe mit ihrer Gegnerin. In einer vielversprechenden Angriffsaktion wurde sie jedoch gekontert und schied trotz einer starken Leistung früh aus.
Vilmos Lennert traf bereits in der ersten Runde auf einen äußerst starken Gegner, der mit hohem Tempo und großer körperlicher Präsenz agierte. Trotz beherzten Einsatzes war an diesem Tag kein Weiterkommen möglich.
Michael Niederdorfer lieferte sich einen intensiven Kampf, der bis ins Golden Score ging. Nach einer langen und ausgeglichenen Begegnung musste er sich schließlich aufgrund von drei Shido-Strafen geschlagen geben.
Franziska Kaiser erwischte mit der topgesetzten Athletin ein besonders schwieriges Erstrundenlos. Sie zeigte eine überzeugende Leistung und hielt den Kampf lange offen. Nachdem ihre Gegnerin mit Yuko führte, musste Kaiser in der Schlussminute mehr Risiko eingehen, wodurch ihre Kontrahentin die entstehenden Möglichkeiten für sich nutzen konnte.
Auch wenn ein Spitzenresultat diesmal ausblieb, konnten die Salzburger Judoka auf internationalem Niveau wichtige Wettkampferfahrung sammeln und wertvolle Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben mitnehmen.

