Nach dem Vize-Jugend-WM-Titel von Bleona Rama (-63 kg/ASKÖ Reichraming/OÖ) in Guayaquil gab es am dritten Wettkampftag leider keine weitere Erfolgsmeldung für Österreich. Mit Michaela Höllwart (+70 kg/JC Sanjindo Bischofshofen) und Felix Scheiber (-90 kg/PSV Salzburg – Judo / SSM) standen zwei Salzburger Talente auf der WM-Matte.
Michaela Höllwart traf im Achtelfinale auf die Russin Anna Zheleva, die sie bereits von der Europameisterschaft 2025 kannte. Damals musste sich die Salzburgerin noch sehr schnell geschlagen geben. In Guayaquil zeigte Höllwart diesmal eine deutlich bessere Leistung und hielt den Kampf lange offen. Am Ende setzte sich Zheleva nach drei Shidos mit Ippon durch. Für Michaela bedeutete dies das Aus im Achtelfinale. Die Russin setzte ihren erfolgreichen Turnierverlauf fort und krönte sich schließlich zur Weltmeisterin.
Auch für Felix Scheiber endete die Weltmeisterschaft im Achtelfinale. Nach seinem Auftaktsieg gegen den Franzosen Yanis Fogam Kameni traf der Salzburger auf Omar Akhundov aus Aserbaidschan. Gegen den Aserbaidschaner hatte Scheiber bereits beim European Cup in Berlin verloren. Auch bei der Europameisterschaft 2026 standen sich die beiden im Kampf um den Finaleinzug gegenüber, wobei Akhundov erneut die Oberhand behielt und sich anschließend den Vize-Europameistertitel sicherte.
In Guayaquil musste Scheiber den Kampf gegen Akhundov allerdings gehandicapt bestreiten. Eine Entzündung am Finger machte dem Salzburger zu schaffen und schränkte ihn in seinem Kampf entsprechend ein. Trotzdem zeigte Scheiber eine starke Leistung und hielt gegen den späteren WM 5. aus Aserbaidschan voll dagegen. Am Ende musste er sich geschlagen geben und schied im Achtelfinale aus.
Damit endet die U18-Weltmeisterschaft für die beiden Salzburger ohne Platzierung. Trotz des vorzeitigen Ausscheidens zeigten sowohl Michaela Höllwart als auch Felix Scheiber starke Leistungen und sammelten auf der größten Nachwuchsbühne wichtige internationale Erfahrungen. Besonders die Leistungssteigerung von Höllwart gegenüber ihrem Duell mit Zheleva bei der EM 2025 sowie Scheibers Auftritt trotz seiner Fingerverletzung zeigen den Einsatz und die Entwicklung der beiden Salzburger Nachwuchsathleten.
Der Salzburger Judolandesverband gratuliert Michaela und Felix zu ihrer WM-Teilnahme und ihrem Einsatz auf internationaler Bühne und bedankt sich bei den Heimvereinen, Trainern und allen Wegbegleitern für die Unterstützung.

