Historische Auszeichnung für Wahl-Salzburgerin Petra Jungwirth


Im Rahmen der Judo-Austria-Techniker-Tagung am Samstagabend im BSFZ Obertraun wurde Petra Jungwirth eine ganz besondere Ehre zuteil: ÖJV-Präsident Martin Poiger, Vizepräsident Albert Gmeiner und Kampfrichterreferent Gerhard Redl verliehen der langjährigen Spitzenkampfrichterin den 7. Dan. Damit ist die aus der Steiermark stammende Wahl-Salzburgerin die erste Frau in Österreich, die diese hohe Graduierung im Judo erhält.


Petra Jungwirth prägte über mehr als zwei Jahrzehnte – bis zu ihrem Karriereende im Jahr 2022 – das österreichische Kampfrichterwesen entscheidend mit. Als IJF-A-Lizenz-Kampfrichterin stand sie sieben Mal bei Weltmeisterschaften und beeindruckende 23 Mal bei Europameisterschaften auf der Matte. Auf der EJU- und IJF-Tour absolvierte sie insgesamt rund 100 internationale Einsätze und zählte damit zu den international renommiertesten Unparteiischen des Landes.


Auch über ihre eigenen Leistungen hinaus hinterließ Petra Jungwirth nachhaltige Spuren: Mit ihrer fachlichen Unterstützung und als Vorbild gelang es nicht weniger als sechs weiteren österreichischen Kampfrichterinnen und Kampfrichtern, den Sprung auf die EJU- und IJF-Tour zu schaffen. Ihr im März des Vorjahres verstorbener Ehemann Gerhard Jungwirth stand über 15 Jahre lang an der Spitze des österreichischen Kampfrichterreferates. „Ohne Gerhard wäre auch meine Karriere in dieser Form nicht möglich gewesen“, betonte Petra bei der Verleihung sichtlich bewegt.


Der Judo Landesverband Salzburg ist stolz auf die außergewöhnlichen Leistungen dieser Wahl-Salzburgerin und gratuliert Petra Jungwirth herzlich zum 7. Dan – einer Auszeichnung, die nicht nur ihre sportliche und fachliche Exzellenz würdigt, sondern auch ihre große Bedeutung für den österreichischen Judosport unterstreicht.